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Leitbild

Alle interessierten Kinder und Jugendlichen sollten Zugang zu musikalischer Bildung zu kreativem Musizieren, d.h. konkret zum Angebot der Offenen Jazz Haus Schule haben - so unser Anspruch.

soziokulturteilnehmerWährend sich die Angebote der Jazzhaus MUSIKSCHULE weitgehend über Teilnehmerentgelte finanzieren, stellt sich Jazzhaus SOZIOKULTUR der gesellschaftlichen Verantwortung unseren Teilnehmern und insbesondere Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihren persönlichen und sozio-ökonomischen Voraussetzungen, den Zugang zu den Bildungsangeboten der Offenen Jazz Haus Schule zu ermöglichen. Um dies zu erreichen bemüht sich Jazzhaus Soziokultur um die Akquise öffentlicher und privater Fördermittel, damit unsere Bildungsangebote für sozio-ökonomisch schwach gestellte Personen entgeltfrei oder zumindest entgeltreduziert angeboten werden können. (Siehe hierzu: „Musikförderfonds“)

Die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Ausdrucksformen und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen charakterisiert die Arbeit der Jazzhausschule. Unsere kulturelle Bildungsarbeit orientiert sich sowohl am Interesse als auch an der Lebenswelt der Teilnehmer und ist multimedial. Neben Musik sind dies vor allem Tanz, Theater und Neue Medien. Die Angebote unseres Bereichs „Jazzhaus Soziokultur“ sind sowohl künstlerischen, musik- und kulturpädagogischen Zielen als auch den Zielen der Jugendhilfe
verpflichtet. In kreativen, selbstgesteuerten, künstlerischen Gestaltungsprozessen entwickeln die Teilnehmer ihre Gesamtpersönlichkeit, ihr Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen, ihr Selbstbewusstsein, ihr ästhetisches Urteilsvermögen, ihre Kommunikations- und Kritikfähigkeit sowie ihre medialen und sozialen Fähigkeiten. Dabei erarbeiten die Dozenten eigene Ansätze inklusiver Didaktik, um jedem einzelnen Kind und jedem Jugendlichen mit seinen Möglichkeiten und Wünschen weitgehend gerecht zu werden. Stellvertretend für die konzeptionellen Ansätze, die zahlreichen Kooperationen und Projekte der Jazzhausschule stehen die Beispiele aus nachfolgenden Bereichen.

Die Angebote von Jazzhaus Soziokultur richten sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, die kaum Chancen haben, an kultureller Bildung teilzuhaben und sich kreative Ausdrucksmöglichkeiten anzueignen. Wir sehen kulturelle Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche nicht nur als wesentlichen Faktor der Persönlichkeitsentwicklung und der Ausbildung von Sozialkompetenz in Bezug auf berufsqualifizierende Zielsetzungen. Vielmehr haben diese Jugendlichen ein Recht auf volle Teilhabe an Kultur und Gesellschaft, die aus
weit mehr als nur dem Funktionieren in Schule oder Job besteht.
Die von der Offenen Jazz Haus Schule langjährig entwickelte Methodik, instrumentales Lernen von Anfang an in musikalische und kreative Kontexte einzubinden, ermöglicht es, mit Menschen ohne musikalische Vorkenntnisse von der ersten Stunde an gemeinsam zu musizieren, zu improvisieren und zu komponieren und dabei auch instrumentale Fertigkeiten auszubilden. Kindern und Jugendlichen wird somit von Beginn an ermöglicht, ihre eigenen Ideen musikalisch auszudrücken oder auch sich an musikalischen Vorbildern zu orientieren.

Schwerpunkte

Angebote für Bildungsträger aktuelle Projekte Projektarchiv

soziokulturelle Stadtteilentwicklung

Die offene kulturelle Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit in Kooperation mit Jugendeinrichtungen, Bürgerzentren, Kindertages- und Kultureinrichtungen und anderen Organisationen ist seit Anfang der 1990er Jahre ein zentrales Arbeitsfeld der Offenen Jazz Haus Schule. Die Vernetzung z.B. im Stadtteil und/oder in jugendkulturellen Strukturen, inklusive Arbeitsweisen, Nachhaltigkeit, kreative, selbstgesteuerte künstlerische Arbeit, die Stärkung der kulturellen Identität sowie der Selbstwirksamkeit der Teilnehmer sind vorrangige Ziele der Projektarbeit. Dazu werden kulturpädagogische Workshops und Projekte mit jährlich wechselnden Schwerpunkten durchgeführt. Idealerweise gelingt es dabei, über Jahre mit einer Vielzahl von Akteuren aus dem Stadtteil langfristig zusammenzuarbeiten.

Außerhalb formaler Bildungssettings engagiert sich die Offene Jazz Haus Schule intensiv in Projekten, die sich konzeptionell am ‚Community Music‘-Ansatz orientieren. In verschiedenen Stadtteilen wurden Formate entwickelt, die sozialräumliche Arbeit und inklusive Pädagogik mit kultureller Bildungsarbeit verbinden. Die »Community-Musicians« der Offenen Jazz Haus Schule agieren in verschiedenen Kölner Stadtteilen und bauen dabei eine besondere Beziehung zu und zwischen den dort lebenden Menschen auf. Ein Beispiel für die langjährige soziokulturelle Stadtteilarbeit ist das Projekt Sounds of Buchheim, welches mit seiner Vielzahl von verschiedenen Ensembles vom großen Stadtteilorchester über Gesangs- und Klaviergruppen bis zu einem kindheits- und familienpädagogischen Modul (Family Sounds of Buchheim, 2015-2018) gemeinsames Musizieren in Köln-Buchheim zu einer Selbstverständlichkeit hat werden lassen. So wissen zum Beispiel viele der in Buchheim lebenden Kinder, Jugendliche und Familien, dass sie fast zu jeder Zeit Gruppen erreichen können, in denen sie – begleitet von Community-Musicians – künstlerisch tätig und kreativ in das Ensemblespiel einsteigen können. Den Community-Music-Ansatz kennzeichnet, dass von Anfang an Musik gespielt wird, die passgenau auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der agierenden Menschen abgestimmt ist. Die Idee, dass jemand zu jung, zu alt, zu untalentiert oder zu unzuverlässig ist und damit nicht teilnehmen kann, existiert in den Community-Music-Angeboten nicht. In allen Kontexten ist das Besondere der Community-Music-Angebote, dass die Musik stets aus einer künstlerischen Perspektive heraus entwickelt wird und alle Teilnehmer, seien es Kleinkinder oder ihre Großeltern, sich kreativ und ästhetisch bedeutungsvoll einbringen können. »Niederschwellig« muss nicht heißen, dass es keine hohen Ziele im Ensemble gibt – nämlich künstlerisch aktiv zu werden und einen Song zu schreiben, eine Stimme zu entwickeln oder in einer Jam-Session mit seinen Mitmusikern kreativ zu kommunizieren. Weniger Raum nimmt in den teils »wilden« Sessions das systematische Erlernen von Fertigkeiten an Instrumenten, im Gesang oder das analytische Hören ein. Da diese Fähigkeiten jedoch bei gemeinsamen Sessions durchaus hilfreich sein können, gibt der begleitende Community-Musician auf Anfrage der Teilnehmer auch diesbezüglich gern Tipps.

Jährlich im Herbst bietet die Jazzhausschule den Teilnehmern unserer soziokulturellen Projekte ein gemeinsames Probenwochenende in einer Jugendherberge im Bergischen Land an. An zwei Tagen und in vier Räumen voller Instrumente, bieten unsere Dozenten ca. 35 Teilnehmern Unterstützung in Songwriting, Arrangieren, Ausprobieren, Üben und Lernen oder auch mal die Leitung einer Tutti-Probe an. Gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und Spaziergänge in der Umgebung runden die familiäre Atmosphäre ab und befördern das kreative Miteinander. Wieder in Köln fließen die Eindrücke und Ergebnisse des Wochenendes in die wöchentlichen Proben und Sessions der einzelnen Gruppierungen ein und werden auch bei einer gemeinsamen Aufführung vor Weihnachten hörbar.

In den letzten Jahren hat die Jazzhausschule mit »Gast. Freund« und »One Eye« das in den 1990er und 2000er Jahren oft und erfolgreich durchgeführte Format der Musik-Tanz-Theater-Projekte wieder aufgegriffen. Mit verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen werden im ganzen Stadtgebiet Szenen und Sequenzen zu einem gemeinsamen Thema – z.B. Heimat und Gastfreundschaft oder Selbst- und Fremdbestimmung entwickelt. In der Schlussphase dieser Projekte werden die einzelnen Gruppenergebnisse unter der Regie des Theaterreferenten zu einem Gesamtablauf zusammengeführt. Dieser Arbeitsansatz hat sich in der Praxis besonders bewährt, da die Anforderungen an den einzelnen Teilnehmer in den Workshops niederschwellig bleiben. Dennoch erleben sich die Akteure als Teil eines Gesamtkunstwerkes, in dem die verschiedenen Ausdrucksbereiche ihre Bühnenwirkung und ihre künstlerische Aussage wechselseitig potenzieren.

internationale kulturelle Jugendbegegnung

Die Offene Jazz Haus Schule bietet ambitionierten Teilnehmern und Ensembles seit einigen Jahren die Möglichkeit, an internationalen Projekten teilzunehmen. Dabei können die Teilnehmer das Musikverständnis anderer Kulturen in direktem Kontakt mit seinen Protagonisten kennenlernen und im Abgleich dazu den eigenen Begriff von Musik und Musizieren schärfen. Das Erfahrungsspektrum bei den Projekten reicht von der persönlichen Begegnung mit jungen Musikern anderer Länder bis hin zum gemeinsamen Konzerterlebnis auf einer großen Bühne. Konzertreisen, internationale Musikworkshops und das ComposersLab (Workshop für junge Komponisten und Improvisatoren) führten bisher zu intensiven Begegnungen in Köln, Rennes, Katowice, Indianapolis, Cork und Wolgograd. Dabei geht es neben der Begegnung junger Musiker stets auch um einen Austausch auf institutioneller, fachlicher sowie kommunaler Ebene, um sich u.a. über Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen auszutauschen. Im Juli 2019 besuchte uns unser ehemaliger Dozent Franco Bombelli mit einer Teenband seiner Musikschule aus Manacor, Mallorca. Nach zwei Tagen Stadterkundungen und gemeinsamen Jammens mit jungen Teilnehmern der Jazzhausschule stand ein Auftritt im Rahmen des Sommerfestivals auf dem Programm.

Projekte mit Geflüchteten

Seit 2015 setzt die Jazzhausschule in verschiedenen Kölner Stadtteilen Projekte mit und für Kinder um, die in Flüchtlingswohnheimen oder Notunterkünften wohnen. Dabei geht es neben der Möglichkeit, sich künstlerisch zu betätigen, immer auch um die Begegnung mit anderen Kindern und Jugendlichen der gleichen Altersgruppe. 2019 kooperierte die Jazzhausschule in insgesamt acht Projekten für junge Menschen mit Fluchterfahrung mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Musik und dem LKJ NRW. Zwei weitere Projekte wurden - ebenfalls mit Landesförderung - gemeinsam mit dem Landesmusikrat NRW durchgeführt. 2020 wird die Arbeit in diesem Themenfeld in vielen Kölner Stadtteilen weitergeführt. Aber auch in vielen weiteren Projekten war und ist das Thema präsent und Geflüchtete wurden punktuell oder regelmäßig angesprochen und eingebunden. So lädt die Jazzhausschule Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in bereits bestehende, außerhalb der Flüchtlingsunterkünfte stattfindende Angebote ein, initiiert neue Begegnungsprojekte oder führt punktuell kompakte Workshops in den Unterkünften durch.

Projekte mit Geflüchteten

Die Offene Jazz Haus Schule bietet ambitionierten Teilnehmern und Ensembles seit einigen Jahren die Möglichkeit, an internationalen Projekten teilzunehmen. Dabei können die Teilnehmer das Musikverständnis anderer Kulturen in direktem Kontakt mit seinen Protagonisten kennenlernen und im Abgleich dazu den eigenen Begriff von Musik und Musizieren schärfen. Das Erfahrungsspektrum bei den Projekten reicht von der persönlichen Begegnung mit jungen Musikern anderer Länder bis hin zum gemeinsamen Konzerterlebnis auf einer großen Bühne. Konzertreisen, internationale Musikworkshops und das ComposersLab (Workshop für junge Komponisten und Improvisatoren) führten bisher zu intensiven Begegnungen in Köln, Rennes, Katowice, Indianapolis, Cork und Wolgograd. Dabei geht es neben der Begegnung junger Musiker stets auch um einen Austausch auf institutioneller, fachlicher sowie kommunaler Ebene, um sich u.a. über Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen auszutauschen. Im Juli 2019 besuchte uns unser ehemaliger Dozent Franco Bombelli mit einer Teenband seiner Musikschule aus Manacor, Mallorca. Nach zwei Tagen Stadterkundungen und gemeinsamen Jammens mit jungen Teilnehmern der Jazzhausschule stand ein Auftritt im Rahmen des Sommerfestivals auf dem Programm.
Die offene kulturelle Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit in Kooperation mit Jugendeinrichtungen, Bürgerzentren,Kindertages- und Kultureinrichtungen und anderen Organisationen ist seit Anfang der 1990er Jahre ein zentrales Arbeitsfeld der Offenen Jazz Haus Schule. Die Vernetzung z.B. im Stadtteil und/oder in jugendkulturellen Strukturen, inklusive Arbeitsweisen, Nachhaltigkeit, kreative, selbstgesteuerte künstlerische Arbeit, die Stärkung der kulturellen Identität sowie der Selbstwirksamkeit der Teilnehmer sind vorrangige Ziele der Projektarbeit. Dazu werden kulturpädagogische Workshops und Projekte mit jährlich wechselnden Schwerpunkten durchgeführt. Idealerweise gelingt es dabei, über Jahre mit einer Vielzahl von Akteuren aus dem Stadtteil langfristig zusammenzuarbeiten.

beispielhafte Projekte

Außerhalb formaler Bildungssettings engagiert sich die Offene Jazz Haus Schule intensiv in Projekten, die sich konzeptionell am ‚Community Music‘-Ansatz orientieren. In verschiedenen Stadtteilen wurden Formate entwickelt, die sozialräumliche Arbeit und inklusive Pädagogik mit kultureller Bildungsarbeit verbinden. Die »Community-Musicians« der Offenen Jazz Haus Schule agieren in verschiedenen Kölner Stadtteilen und bauen dabei eine besondere Beziehung zu und zwischen den dort lebenden Menschen auf. Ein Beispiel für die langjährige soziokulturelle Stadtteilarbeit ist das Projekt Sounds of Buchheim, welches mit seiner Vielzahl von verschiedenen Ensembles vom großen Stadtteilorchester über Gesangs- und Klaviergruppen bis zu einem kindheits- und familienpädagogischen Modul (Family Sounds of Buchheim, 2015-2018) gemeinsames Musizieren in Köln-Buchheim zu einer Selbstverständlichkeit hat werden lassen. So wissen zum Beispiel viele der in Buchheim lebenden Kinder, Jugendliche und Familien, dass sie fast zu jeder Zeit Gruppen erreichen können, in denen sie – begleitet von Community-Musicians – künstlerisch tätig und kreativ in das Ensemblespiel einsteigen können. Den Community-Music-Ansatz kennzeichnet, dass von Anfang an Musik gespielt wird, die passgenau auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der agierenden Menschen abgestimmt ist. Die Idee, dass jemand zu jung, zu alt, zu untalentiert oder zu unzuverlässig ist und damit nicht teilnehmen kann, existiert in den Community-Music-Angeboten nicht. In allen Kontexten ist das Besondere der Community-Music-Angebote, dass die Musik stets aus einer künstlerischen Perspektive heraus entwickelt wird und alle Teilnehmer, seien es Kleinkinder oder ihre Großeltern, sich kreativ und ästhetisch bedeutungsvoll einbringen können. »Niederschwellig« muss nicht heißen, dass es keine hohen Ziele im Ensemble gibt – nämlich künstlerisch aktiv zu werden und einen Song zu schreiben, eine Stimme zu entwickeln oder in einer Jam-Session mit seinen Mitmusikern kreativ zu kommunizieren. Weniger Raum nimmt in den teils »wilden« Sessions das systematische Erlernen von Fertigkeiten an Instrumenten, im Gesang oder das analytische Hören ein. Da diese Fähigkeiten jedoch bei gemeinsamen Session durchaus hilfreich sein können und wird der begleitenden Community-Musician auf Anfrage der Teilnehmer auch diesbezüglich gern Tipps geben.
Jährlich im Herbst bietet die Jazzhausschule den Teilnehmern unserer soziokulturellen Projekte ein gemeinsames Probenwochenende in einer Jugendherberge im Bergischen Land an. An zwei Tagen und in vier Räume voller Instrumente, bieten unsere Dozenten ca. 35 Teilnehmern Unterstützung in Songwriting, Arrangieren, Ausprobieren, Üben und Lernen oder auch mal die Leitung einer Tutti-Probe an. Gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und Spaziergänge in der Umgebung runden die familiäre Atmosphäre ab und befördern das kreative Miteinander. Wieder in Köln fließen die Eindrücke und Ergebnisse des Wochenendes in die wöchentlichen Proben und Sessions der einzelnen Gruppierungen ein und werden auch bei einer gemeinsamen Aufführung vor Weihnachten hörbar.
In den letzten beiden Jahren hat die Jazzhausschule mit »Gast. Freund« und »One Eye« das in den 1990er und 2000er Jahren oft und erfolgreich durchgeführteFormat der Musik-Tanz-Theater-Projekte wieder aufgegriffen. Mit verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen werden im ganzen Stadtgebiet Szenen und Sequenzen zu einem gemeinsamen Thema – z.B. Heimat und Gastfreundschaft oder Selbst- und Fremdbestimmung entwickelt. In der Schlussphase dieser Projekte werden die einzelnen Gruppenergebnisse unter der Regie des Theaterreferenten zu einem Gesamtablauf zusammengeführt. Dieser Arbeitsansatz hat sich in der Praxis besonders bewährt, da die Anforderungen an den einzelnen Teilnehmer in den Workshops niederschwellig bleiben. Dennoch erleben sich die Akteure als Teil eines Gesamtkunstwerkes, in dem die verschiedenen Ausdrucksbereiche ihre Bühnenwirkung und ihre künstlerische Aussage wechselseitig potenzieren.

Willkommen in Köln

Seit 2015 setzt die Jazzhausschule in verschiedenen Kölner Stadtteilen Projekte mit und für Kinder um, die in Flüchtlingswohnheimen oder Notunterkünften wohnen. Dabei geht es neben der Möglichkeit, sich künstlerisch zu betätigen, immer auch um die Begegnung mit anderen Kindern und Jugendlichen der gleichen Altersgruppe. 2019 kooperierte die Jazzhausschule in insgesamt acht Projekten für junge Menschen mit Fluchterfahrung mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Musik und dem LKJ NRW, zwei weitere Projekte wurden - ebenfalls mit Landesförderung - gemeinsam mit dem Landesmusikrat NRW durchgeführt. Aber auch in vielen weiteren Projekten war das Thema präsent und Geflüchtete wurden punktuell oder regelmäßig angesprochen und eingebunden. So lädt die Jazzhausschule Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung in bereits bestehende, außerhalb der Flüchtlingsunterkünfte stattfindende Angebote ein, initiiert neue Begegnungsprojekte oder führt punktuell kompakte Workshops in den Unterkünften durch.

Beispiele für Projekte mit Geflüchteten

Das Kooperationsprojekt der LAG Musik/LKJ NRW mit der Offenen Jazz Haus Schule Köln gibt überwiegend aus dem Irak und Syrien geflüchteten Kindern einen inklusiven und kreativen Einstieg in das gemeinsame Musizieren und ermöglicht so erste gemeinsame Ensembleerfahrungen. Ohne Leistungs- und Lerndruck können diese Kinder hier zu gemeinsamer Musik gelangen. Mögliche Barrieren (Sprache, Alter) werden dabei berücksichtigt und bearbeitet. Ziel des Projekts ist es, eine inklusive und gleichzeitig intensive musikalische Zusammenarbeit mit Kindern der irakisch-christlichen Community in Köln-Mülheim zu praktizieren und dabei die Freude am gemeinsamen Zusammenklang erfahrbar zu machen. Mit diesem wöchentlichen Angebot für ca. zwanzig Kinder baut die Offene Jazz Haus Schule ihre Aktivitäten im außerschulischen Bereich weiter aus und engagiert sich in einem Netzwerk aus soziokulturellen Projekten im rechtsrheinischen Köln. Durch die Aufführung der Ergebnisse im Rahmen der Festivals der Jazzhausschule im Stadtgarten und Open-Air vor der Eigelsteintorburg ergab sich ein Austausch mit dem Kölner Publikum und mit gleichaltrigen Kindern aus anderen Stadtteilen.
Ebenfalls gemeinsam mit der LAG Musik/LKJ NRW organisiert und betreut die Jazzhausschule ein Projekt für junge Geflüchtete im Quäker Nachbarschaftsheim. Die Teilnehmer kommen dabei aus verschiedenen Ehrenfelder Institutionen und Einrichtungen, sodass zahlreiche neue Begegnungen auch mit den Stammbesuchern des Nachbarschaftsheimes entstehen. Bandarbeit und Songwriting stehen im Zentrum des Projektes, aber auch das Produzieren von »Beats« sowie das Aufnehmen der entstandenen Songs im hauseigenen Studio sind vorgesehen.
In einem inzwischen mehrfach durchgeführten fünftägigen Ferienangebot fahren Kinder und Jugendliche eine Woche lang täglich nach Mengenich in den Proberaum und die Werkstatt des Perkussionisten und Kunstschmieds, Andreas Molino, wo sie Instrumente aus Holz, Metall und Schrott bauen und um im Anschluss mit diesen und weiteren Instrumenten zu musizieren. Sport- und Spiel-Angebote sowie gemeinsame Mahlzeiten runden das Tagesprogramm ab. Die Kinder und Jugendlichen erleben so eine Woche aktiver Ferien in einem gänzlich neuen Umfeld. Dieses Angebot wurde in der Vergangenheit sowohl mit Geflüchteten als auch mit Kindern und Jugendlichen aus Kölner Sozialräumen durchgeführt.
Gefördert durch den Landesmusikrat NRW führt die Jazzhausschule Musikangebote in Seiteneinsteigerklassen an der Paul-Klee-Schule, der KGS Horststraße sowie der Nelson-Mandela-Hauptschule in Köln Mülheim durch. Dabei wird in offenen Projektformaten zwanglos und flexibel auf die Kinder und Jugendlichen eingegangen. So gelingt es Sprachbarrieren zu überwinden und neue Zugänge zu musikalischen Ausdrucksformen gemeinsam zu entdecken. Ergänzend dazu besuchen zwei bis drei Musiker oder eine Abordnung des Buchheimer Stadtteilorchester (s.u.) die Notunterkünfte und Wohnheime, in denen viele Geflüchtete untergebracht sind und initiieren vor Ort spontane Sessions, in die die Bewohner eingebunden werden.

Das Projekt „Rap 'n Sing“ fand von April bis Juni 2022 in der Alten Feuerwache statt. Es wurde von der Jazzhausschule mit der Unterstützung der LAG Musik NRW und der LKJ NRW veranstaltet.

Musikprojekt in den Sommerferien am himmel & ääd Standort am Großen Griechenmarkt in Köln