Mit großer Freude und Dankbarkeit blickt die Offene Jazz Haus Schule auf die Preisverleihung des Deutschen Jazzpreises 2026 in Bremen zurück. Nachdem unser Projekt „Müllem Concerts: Community Stage“ in der Kategorie „Musikvermittlung und Teilhabe“ nominiert worden war, durfte eine Delegation der OJHS an der feierlichen Gala im Rahmen der jazzahead! teilnehmen. Auch wenn die Auszeichnung schließlich an ein anderes Projekt ging, war die Nominierung selbst bereits eine große Anerkennung unserer Arbeit. Der Deutsche Jazzpreis zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Jazzszene und würdigt neben herausragender künstlerischer Leistung ausdrücklich auch Projekte, die gesellschaftliche Teilhabe, kulturelle Bildung und musikalische Begegnung fördern.

Unsere Delegation reiste mit viel Vorfreude nach Bremen: Joscha Oetz mit seiner Frau Kelly und Peter Scheible sowie die Dozent*innen Franzis Lating mit ihrem Partner Johannes Elia Nuß, Nick Klapproth und Kurt Fuhrmann, Community Musicians und (Kern-)Team von "Müllem Concerts" / "Sounds of Buchheim", vertraten die Offene Jazz Haus Schule bei der Preisverleihung. Zwischen festlicher Atmosphäre, inspirierenden Gesprächen und beeindruckenden musikalischen Beiträgen wurde einmal mehr spürbar, wie lebendig, vielfältig und gesellschaftlich relevant die Jazzszene heute ist.
Die Nominierung für „Müllem Concerts: Community Stage“ bestätigt den Weg, den die OJHS seit vielen Jahren geht: Musik als offenen Raum für Begegnung, Mitgestaltung und gemeinschaftliches Lernen zu verstehen. Das Projekt schafft niedrigschwellige Zugänge zum gemeinsamen Musizieren und bringt Menschen unterschiedlichster Generationen, Hintergründe und Erfahrungen zusammen. Besonders das inklusive Stadtteilorchester „Sounds of Buchheim“ steht beispielhaft für diese Idee von Community Music und kultureller Teilhabe.
Besonders gefreut hat uns außerdem, dass auch Dozenten der Offenen Jazz Haus Schule in weiteren Kategorien des Deutschen Jazzpreises nominiert waren: Tobias Hoffmann (im Bild 3. von links) mit seinem Trio in der Kategorie „Album des Jahres“ sowie Stefan Schönegg gemeinsam mit Marlies Debacker und Etienne Nillesen für die Rundfunkproduktion „Enso: On the withered tree a flower blooms“, die in der Kategorie „Rundfunkproduktion des Jahres“ nominiert wurde. Diese Anerkennungen zeigen eindrucksvoll die künstlerische Vielfalt und Qualität, die an der OJHS tagtäglich gelebt wird.

Dass Projekte und Künstler*innen aus dem Umfeld der OJHS bundesweit Aufmerksamkeit erhalten und beim Deutschen Jazzpreis neben renommierten Initiativen und Musiker*innen aus ganz Deutschland nominiert werden, bedeutet uns sehr viel. Es ist eine wertvolle Bestätigung für alle Beteiligten – für unsere Dozent*innen, Teilnehmenden, Partnerinnen und Unterstützer*innen, die diese Arbeit Tag für Tag möglich machen.
Wir gratulieren allen Preisträger*innen herzlich und bedanken uns beim Deutschen Jazzpreis für die Einladung und die Wertschätzung unserer Arbeit. Vor allem aber nehmen wir aus Bremen neue Motivation mit: weiter Räume zu schaffen, in denen Musik Menschen verbindet.
Wir kommen inspiriert und voller neuer Eindrücke zurück nach Köln. Und eines ist sicher: Wir werden uns wieder bewerben.
Bilder: Deutscher Jazzpreis / Niklas Marc Heinecke