Eine Woche lang stand die GGS Manderscheider Platz ganz im Zeichen der Lauschexpeditionen 2026. Die Viertklässler*innen tauchten gemeinsam mit professionellen Künstler*innen in die Welt von Tanz, Musik, Klang, Schattentheater, Elektronik, Medienkunst und kreativem Erzählen ein. Sie entwickelten eigene Ideen, experimentierten mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen und gestalteten daraus Präsentationen, die sie zum Abschluss auf der Bühne zeigten.

Die Lauschexpeditionen sind Teil von MuProMandi, dem Musikprofil der GGS Manderscheider Platz, das die Schule seit 2008 gemeinsam mit der Offenen Jazz Haus Schule entwickelt. Im Mittelpunkt stehen das Lauschen, Forschen und kreative Gestalten: Von der ersten bis zur vierten Klasse entdecken die Kinder Musik, Klang und andere künstlerische Ausdrucksformen auf experimentelle Weise. Die Lauschexpeditionen bilden den Höhepunkt und Abschluss dieser vierjährigen musikalischen Entdeckungsreise.
Die Projektwoche fand vom 19. bis 26. Juni 2026 statt und wurde von der außergewöhnlichen Hitzewelle in Köln begleitet. Trotz großer Motivation aller Beteiligten machten Temperaturen von bis zu 40 Grad im Veranstaltungsraum eine Aufführung am ursprünglich geplanten Termin unmöglich. Die Abschlusspräsentation musste daher kurzfristig verschoben werden. Mit dem 13. Juli ließ sich glücklicherweise ein Ersatztermin finden und obwohl auch dieser Abend hochsommerlich heiß war, wurde die Aufführung im Großen Saal der Alten Feuerwache zu einem stimmungsvollen und bewegenden Abschluss des Projekts.

Die Kinder konnten im Vorfeld zwischen sechs künstlerischen Workshops wählen und sich eine Woche lang intensiv mit ihrem jeweiligen Schwerpunkt beschäftigen. Angeboten wurden eine elektroakustische Musikwerkstatt mit Motor-Dosen-Kalimbas, das Schattentheaterprojekt mit Hörspiel "Monsterkrone", das Wirbelwesen-Tanzprojekt, eine Trommelreise in die westafrikanische Griot-Kultur, eine mediale Klangjagd durch die Schule mit Gesang sowie eine Klangkunst-Installation, bei der Murmelbahnen und Klangexperimente zu einem begehbaren Kunstwerk zusammengefügt wurden.
Während der Woche entstanden aus ersten Ideen, Improvisationen und Experimenten eigenständige künstlerische Arbeiten. Diese wurden schließlich am 13. Juli 2026 in einem professionellen Bühnen-Setting im Saal der Alten Feuerwache präsentiert. Der Abend machte eindrucksvoll sichtbar, wie vielfältig die Ausdrucksformen der Kinder waren und wie aus einer intensiven gemeinsamen Arbeitswoche ein abwechslungsreiches und beeindruckendes Gesamtkunstwerk entstehen konnte.
Mitwirkende: Benedetta Reuter (Tanz), Esther Rosiny-Wieland (Schattentheater), Ballak Mbayé (Trommeln), Ralf Schreiber (Elektronische Musikwerkstatt), Maria Wildeis (Klangkunst), Dilay Yaman (Medienkunst & Gesang) sowie die Kinder der GGS Manderscheider Platz.
Bilder: Claudia Biringer
