Bürgermeisterin Teresa de Bellis-Olinger begrüßte im Namen des Oberbürgermeisters sowie von Rat und Verwaltung der Stadt Köln die Besucher*innen und Mitwirkenden des diesjährigen Torburgfestes. In ihrer Rede betonte Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger die Bedeutung der Offenen Jazz Haus Schule als Ort der musikalischen Bildung, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts und dankte allen Beteiligten, die das Sommerfestival und Torburgfest mit ihrem Engagement ermöglichen.
Die Rede von Bürgermeisterin Teresa de Bellis-Olinger (es gilt das gesprochene Wort):
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin Julie Cazier,
sehr geehrter Herr Joscha Oetz, sehr geehrter Herr Martin Theile,
sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Köln,
sehr geehrte Ehrengäste und Förderer der Offenen Jazz Haus Schule,
liebe Eltern, Angehörige und Freundinnen und Freunde,
und vor allem: liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerfestivals und des Torburgfestes,
ich freue mich sehr, heute gemeinsam mit Ihnen und Euch das Torburgfest der Offenen Jazz Haus Schule eröffnen zu dürfen und Ihnen herzliche Grüße unseres Oberbürgermeisters Torsten Burmesters und des Rates der Stadt Köln zu überbringen.
Schon wenn man auf das Gelände kommt, merkt man: Hier ist etwas Besonderes. Überall wird geprobt, gelacht, musiziert. Menschen begegnen sich, kommen ins Gespräch und freuen sich auf das, was sie gemeinsam erleben werden.
Genau das macht dieses Fest aus. Es geht nicht nur um Musik. Es geht um Begegnung. Um Gemeinschaft. Und um die Freude, miteinander etwas zu schaffen.
Mein herzlicher Dank gilt zunächst Joscha Oetz und Martin Theile. Gemeinsam mit ihrem gesamten Team prägen sie seit vielen Jahren einen Ort, der aus Köln nicht mehr wegzudenken ist. Mein besonderer Dank gilt auch Martin Ziegler und allen, die dieses Festival mit so viel Herzblut vorbereitet haben. Wer selbst schon einmal eine Veranstaltung organisiert hat, weiß, wie viel Arbeit dahintersteckt. Dass heute alles so selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis des Engagements vieler Menschen – oft im Hintergrund und doch unverzichtbar.
Köln ist eine Musikstadt. Darauf sind wir stolz. Aber eine Musikstadt lebt nicht nur von ihren großen Bühnen oder bekannten Künstlerinnen und Künstlern. Sie lebt vor allem von den Menschen, die selbst Musik machen: von Kindern, die zum ersten Mal ein Instrument ausprobieren, von Jugendlichen, die ihren Mut entdecken und zum ersten Mal auf einer Bühne stehen, und von Erwachsenen, die ihre Begeisterung für Musik nie verloren haben.
Die Offene Jazz Haus Schule schenkt genau dafür Raum. Hier darf jede und jeder mitmachen. Hier zählt nicht Perfektion, sondern Freude. Nicht Herkunft, sondern Neugier. Nicht Konkurrenz, sondern das gemeinsame Erlebnis. Und genau deshalb ist dieser Ort für unsere Stadt so wertvoll.

Als Mutter weiß ich, wie wichtig es ist, dass Kinder und Jugendliche ihre Talente entdecken dürfen. Dass sie Menschen begegnen, die sie ermutigen. Dass sie erleben: Ich kann etwas. Ich darf mich zeigen. Ich werde gesehen.
Musik kann genau das. Sie stärkt das Selbstvertrauen. Sie schafft Freundschaften. Sie verbindet Menschen, die sich vorher vielleicht gar nicht kannten.
Und sie lehrt etwas, das wir gerade heute besonders brauchen: aufeinander zu hören. Denn wer gemeinsam musiziert, merkt schnell, dass es nicht darauf ankommt, lauter zu sein als die anderen, sondern darauf, gemeinsam den richtigen Ton zu finden.
Ich finde, das ist auch ein wunderbares Bild für unsere Stadt. Köln lebt von seiner Vielfalt. Von Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Kulturen und Erfahrungen. Wenn wir einander zuhören und unsere unterschiedlichen Stimmen zusammenbringen, entsteht etwas Größeres. Genau das erleben wir hier – Tag für Tag und heute ganz besonders.
Deshalb gilt mein größter Dank heute Euch – den Musikerinnen und Musikern. Ihr seid das Herz dieses Festivals. Mit Eurer Begeisterung, Eurem Mut und Eurer Kreativität macht Ihr dieses Wochenende zu etwas ganz Besonderem. Ihr zeigt uns, wie viel Freude Musik schenken kann und wie sie Menschen verbindet.

Mein Dank gilt ebenso den Dozentinnen und Dozenten, den Mitarbeitenden und den vielen Ehrenamtlichen. Sie begleiten junge Menschen oft über viele Jahre, fördern Talente, schenken Vertrauen und schaffen einen Ort, an dem sich Menschen willkommen fühlen.
Ich danke auch den Förderinnen und Förderern, die diese wichtige Arbeit möglich machen. Und natürlich danke ich den Eltern, Großeltern, Familien, Freundinnen und Freunden. Sie unterstützen, fahren zu Proben, hören geduldig zu, trösten nach kleinen Rückschlägen und freuen sich über jeden gelungenen Auftritt. Auch Sie sind ein unverzichtbarer Teil dieser Gemeinschaft.
Liebe Gäste,
die Offene Jazz Haus Schule zeigt uns jedes Jahr aufs Neue, was Kultur bewirken kann. Sie bringt Menschen zusammen. Sie macht Mut. Sie schafft Gemeinschaft. Und sie erinnert uns daran, dass Musik eine Sprache ist, die jeder versteht.
Darauf können wir als Kölnerinnen und Kölner wirklich stolz sein. Ich wünsche uns allen wunderbare Begegnungen, bewegende Konzerte, viele Gänsehautmomente und vor allem ganz viel Freude an diesem besonderen Wochenende.
Und ich bin sicher: Wenn wir heute oder morgen nach Hause gehen, werden wir uns vielleicht nicht an jedes einzelne Musikstück erinnern. Aber wir werden uns daran erinnern, wie wir uns hier gefühlt haben – an die Begeisterung, an die Gemeinschaft, an das Lächeln auf den Gesichtern und an die besondere Atmosphäre dieses Festes.
Genau das ist die Kraft der Musik. Sie bleibt nicht nur im Ohr – sie bleibt im Herzen.
In diesem Sinne erkläre ich das Torburgfest und das Sommerfestival 2026 der Offenen Jazz Haus Schule für eröffnet.
Herzlichen Dank!
Bericht zum Sommerfestival 2026 Bildergalerie
