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Köln steht vor einer wichtigen Weichenstellung: Der Entwurf der Stadtverwaltung für den Doppelhaushalt 2027/28 bedroht das soziale und kulturelle Fundament unserer Stadt. Was auf dem Papier wie eine rein technische Konsolidierung aussieht, trifft in der Realität das Herzstück unseres Zusammenlebens: Bildungsangebote an Schulen und Kitas, präventive Jugendarbeit in den Veedeln sowie die Vielfalt der freien Kunst- und Kulturszene.

Kürzungen bei freiwilligen Leistungen verhindern keine Defizite – sie vernichten bestehende Strukturen, beschädigen das zivilgesellschaftliche Engagement und erzeugen langfristig drastisch höhere soziale Folgekosten.

In den nächsten Wochen werden einige Proteste veranstaltet, um der Politik deutlich zu machen, dass verlässliche Bildungs- und Kulturarbeit die Voraussetzung für eine gerechte, solidarische Stadtgesellschaft ist!

Die Protesttermine im Überblick

Samstag, 19. September 2026 | Bildungs-Protesttag 2026

  • Ablauf: Demo ab 11:00 Uhr (Start am DGB-Haus / Friesenplatz) | Zentrale Kundgebung ab 13:00 Uhr auf dem Heumarkt
  • Worum es geht: 25 Jahre nach dem ersten PISA-Schock zeigen auch die jüngsten PISA-Ergebnisse unerbittlich: Unser Bildungssystem steckt in einer tiefen Krise. Noch immer entscheidet vor allem die soziale Herkunft über den Bildungserfolg – gut ein Fünftel der Jugendlichen erreicht keine Grundkompetenzen mehr. Die Antwort der Politik darf nicht im Sparen und Streichen bestehen! Das bundesweite Bündnis Bildungswende JETZT! bringt Menschen aus mehreren Bundesländern nach Köln, um eine Kehrtwende einzufordern: Echte Chancengerechtigkeit, mehr Personal, gesicherte Inklusion und der Erhalt wichtiger Kooperationsprojekte an Schulen und Kitas.
  • Rahmenprogramm: Neben politischen Reden und Erfahrungsberichten gibt es ein buntes Kulturprogramm mit Live-Musik, einen Markt der Möglichkeiten sowie Mitmach-Aktionen für Kinder.
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Mittwoch, 30. September 2026, 16:00 - 18:00 Uhr | Mahnwache „Köln bleib sozial!“

  • Ort: Theo-Burauen-Platz (am Rathaus).
  • Worum es geht: Die sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga Köln) machen mobil gegen das Wegbrechen sozialer und präventiver Anlaufstellen. Die Mahnwache fordert die Ratsmitglieder auf, verlässliche Prioritäten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen.
  • Köln bleib sozial - Der Paritätische

Donnerstag, 08. Oktober 2026, 14:30 Uhr | Demonstration „Zusammenhalt für Köln“

  • Ort: Alter Markt.
  • Worum es geht: Die freie Kunst- und Kulturszene prägt das Leben in Köln: Sie verantwortet rund 70 % aller Kulturveranstaltungen, beansprucht aber gerade einmal 0,2 % des städtischen Gesamthaushalts. Gemeinsam fordern wir das Ende der Kürzungspläne sowie die zweckgebundene Verwendung der Kölner Kulturförderabgabe zur Gegenfinanzierung. Die Demonstration wird veranstaltet vom KulturNetzKöln e. V.
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