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Beats'n'Buildings

Musikprojekt im Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V. in Köln

Projektbeschreibung

Zielsetzung

Das Ziel dieses Projektes war es, sowohl Jugendlichen mit Vorerfahrung als auch Einsteiger*innen das Produzieren eigener Musik, sowie das Schreiben eigener Texte näherzubringen und, statt vorgefertigter Schablonen an die Hand zu geben, ihre Motivation zu fördern, Aspekte der eigenen Biografie einzusetzen und so einen künstlerischen Mehrwert für die Teilnehmenden zu erzeugen.

Produktion

In den Räumlichkeiten des Bürgerzentrums Alte Feuerwache haben die Jugendlichen unter Anleitung eines professionellen Künstlers (Andreas Klassen) in 20 Workshop-Einheiten Erfahrungen im Aufnehmen und Produzieren von Beats sammeln können. Der Dozent Andreas Klassen hat ihnen zunächst das Programm „Logic“ erläutert. In kleinen Schritten wurden die Jugendlichen an das Einspielen von Instrumenten und Samples herangeführt. Im Anschluss haben sie noch Rap- und Gesangsspuren aufgenommen. Ambitionierte Teilnehmende konnten zudem das Editieren, Schneiden sowie Mischen von Audio-Spuren erlernen. Außerdem wurden sie mit dem Konzept des „Produzenten“ bekannt gemacht. Hierzu gehörten Themen wie „Das künstlerische Bild im Kopf haben und umsetzen“, „Verantwortung für den/die Künstler*In“ und „Es zählt immer der Song vs. Mein Ego“.

Texten

Ein Schwerpunkt des Workshops lag auf dem Schreiben eigener Texte. Hierzu gehörten drei Bereiche:

  1. Form

Bei dem Punkt Form wurden Songs von bekannten Interpreten analysiert und entdeckt, was sie besonders macht. Im Nachgang wurden dann Versmaß, Zeilenanzahl für Rapparts sowie Reime in eigene Texte eingeflochten. Hierzu wurden etliche Techniken an die Hand gegeben, leicht an das gewünschte Ergebnis zu kommen

  1. Inhalt

Unter dem Motto „Keep it Real“, das fest im Hiphop verankert ist, wurden die Texte der Teilnehmenden auf ihren Bezug zum Leben der Schreibenden überprüft. So wurden einige Texte verworfen und statt Gangster-Texten kamen u.a. Love-Songs sowie politische Themen hervor.

  1. Bildsprache

Als wichtigen Punkt für das Texten wurden die Jugendlichen animiert, Bilder für ihre Texte zu verwenden. Hierbei ging es weniger um komplexe Metaphern, als um eine Bildsprache, die den Text unvermittelt an den Hörer weitergibt. Hierzu entwickelten sie die „Kamera“ - eine Methode, bei der man sich vorstellt, der Song wäre ein Musikvideo und man müsste beschreiben, was das Auge sieht und der Körper dabei fühlt.

Ausblick

Ein großer Teil der Gruppe wird sehr wahrscheinlich weiterhin komponieren, produzieren und texten. Einer der Jugendlichen spielt bereits mit dem Gedanken, sich auf ein Musikstudium vorzubereiten. Projekte wie diese können dazu beitragen, dass Jugendliche ohne große Barriere an Musik und Kreativität herangeführt werden und sich gegenseitig motivieren und inspirieren und dabei helfen, eine eigen musikalische Identität zu entwickeln.

 

Dies war ein Kooperationsprojekt der Offenen Jazz Haus Schule mit der LAG Musik NRW und dem Bürgerzentrum Alte Feuerwache e.V.

 

 

Weiterführende Informationen

  • himmel & ääd, Beethovenstraße 1, 50674 Köln
  • Wiebke Schumann

Andreas Klassen

Daniel Schmidt

Studium der Instrumentalpädagogik an den Conservatorien Maastricht und Arnheim. Auszeichnungen bei Jugend musiziert und Jugend jazzt. Langjährige (Live- und Studio)erfahrung als Bassist und als Instrumental- und Band-Dozent.

Förderer