Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurde das Torburgfest 2026 zu einem großen musikalischen Fest für die ganze Familie. Rund 100 Bands, Ensembles und Projekte der Offenen Jazz Haus Schule präsentierten sich am Wochenende auf mehreren Bühnen rund um die Eigelsteintorburg – am Sonntag erstmals sogar auf vier Bühnen parallel, darunter auch im Jazzclub King Georg. Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeisterten gemeinsam mit ihren Dozierenden das Publikum mit großer Spielfreude und musikalischer Vielfalt. Moderiert wurde das Festival von Farin Marzban und Catalina Valencia. Bürgermeisterin Teresa de Bellis-Olinger begrüßte die Gäste mit einem Grußwort im Namen des Oberbürgermeisters sowie von Rat und Verwaltung der Stadt Köln. Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe einer Spende in Höhe von 11.000 Euro durch den Verein Zukunftsmusik e. V. Am Sonntagnachmittag lud zudem das Instrumentenkarussell Kinder und Erwachsene zum Ausprobieren verschiedener Instrumente ein.
Das Jazzhaus Community Orchester spielte im Rahmen der Kundgebung zum "Internationalen Tag gegen Rassismus" am Hohenzollernring. Der Tag stand bundesweit in diesem Jahr unter dem Motto "100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus". KÖLN STELLT SICH QUER und ARSCH HUH hatten an diesem Tag zu einer Demonstration und Kundgebung aufgerufen. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen für gelebte Vielfalt, Menschenrechte, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und die Freiheit der Kunst gesetzt. Das Jazzhaus Community Orchester eröffnete das Bühnenprogramm und spielte die Songs "Elefantenhaus", "Jazzhaus Rabatz" und "Polyrhythmisch AF".
Bei einem gemeinsamen Projekt der Offenen Jazz Haus Schule mit der OT Werkstattstraße und dem Jugendtreff der Alten Feuerwache arbeiteten acht junge Künstler*innen aus ganz Köln gemeinsam an einem Collab-Song zum Thema Widerstand. In acht Strophen rappen sie mit Haltung, um sich gemeinsam gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere menschenfeindliche Alltagserfahrungen zu positionieren. Die jungen Artists verbinden sich und zeigen: "Wir sind viele, keine Randnotiz. Das ist Zukunft. Das hier ist Peace." Bei mehreren Recording Sessions mit denKünstlern Amer Wakka, Jannis Prokisch und Nikita Grigoriev entstand der Song auf den Beat des Kölner Hip-Hop Socializers Mela Nero.
Der Höhepunkt des Winterfestivals 2025 fand am 3. Adventswochenende im Stadtgarten und im Loft statt.Von fetzigen Beats zu abstrakten Improvisationen, von YoungsterBands zu Erwachsenen-Ensembles, von Solist*innen bis zur Big Band und dem Jazzhaus Community Orchester, gespielt und gesungen. Im Stadtgarten traten die YoungsterBands und TeenBands auf. Mit dabei waren auch der Kinder- und Jugendchor, die JeKits-Kinder der Michael-Ende-Schule, einige Projektpräsentationen und ErwachsenenBands der Offenen Jazz Haus Schule. Beide Bühnen des Stadtgartens wurden parallel bespielt – sowohl der Konzertsaal als auch das JAKI. Im Loft präsentierten sich zeitgleich zahlreiche ErwachsenenBands, VocalGroups und Ensembles der Offenen Jazz Haus Schule.
Das inklusive Stadtteilorchester „Sounds of Buchheim“ spielte sein Winterkonzert im Don Bosco Club in Köln-Mülheim. Im Rahmen der Reihe „Müllem Concerts“, gefördert von der RheinEnergie-Stiftung Kultur, kooperierte das Orchester in diesem Jahr mit einer Band, die aus einem Songwriting- und Musikproduktionsworkshop im Hertzkammer-Studio unter der Leitung von Artur Schulz und Linus Bausen hervorgegangen ist. Zehn Ukrainische Jugendliche haben dort eigene Songs geschrieben und vor Ort produziert. Für die Live-Versionen besuchten sie das Orchester auf der gemeinsamen Probenfahrt und stellten ihre Songs vor – die so entstandene, energiegeladene Musik wurde erstmals am 07.12. im Don Bosco Club präsentiert.
Musik: Nikita Grigoriev, Nick Klapproth, Jannis Prokisch, Fanja Raum, Amer Wakka mit Charmaine, Deniz, Eloy, Emilio, Gustav, Juno, Lara, Lissany, Maloy, Mats, Neno, Nora, Quinn, Titus, Wani, Yarvosh
Schauspiel: Lucy Blasche, Sofia Raki, Taner Yen mit Antonia, Jonna, Nasim, Pauline, Talisa
Choreographie: Mohamed Moodimbi, Nasrin Torabi
Regie: Anas Ouriaghli
Im interdisziplinären Theaterstück ROOTS! In RESISTANCE treffen jugendliche Teilnehmer*innen auf professionelle Schauspieler*innen. Gemeinsam begibt sich das Ensemble auf die Suche nach einer Antwort auf Ausgrenzung, Rassismus und Rechtsextremismus. In intensiven Proben entstanden Geschichten, Beats, Rapparts und Bewegungen, die biographische Perspektiven in eine kraftvolle Theaterperformance verwandeln. Im Mittelpunkt steht Mut, Zweifel und Visionen von jungen Kölner Bürger*innen, die kreativ Widerstand leisten möchten. Auf der Bühne verschmelzen Theater, Musik, Tanz und Spokenword zu einer Performance, die Haltung zeigt – laut, sinnlich und radikal ehrlich. Roots! in Resistance eröffnet einen Raum für Begegnung, Empowerment und neue Perspektiven – und lädt das Publikum und die Beteiligten ein, im Dialog über Demokratie und Solidarität weiterzudenken.