Wie können musikalische Räume entstehen, in denen sich Menschen willkommen fühlen, mitgestalten und künstlerisch wachsen können? Unter dem Titel „Klang. Raum. Verantwortung.“ widmete sich die Fach- und Vernetzungstagung am 3. und 4. Oktober 2026 in der Alten Feuerwache Köln Fragen der Teilhabe, Diversität, Macht und Positionalität in Community Music und transkultureller Musikvermittlung. An zwei Tagen traten Akteur*innen aus Musikpädagogik, Kulturarbeit und freier Szene in Austausch. Neben Impulskeynotes, Projektpräsentationen und Diskussionspanels standen vor allem vielfältige Praxis-Workshops – von Afro-Latin-Rhythmen und Voodoo-Polyrhythmen über Ballroom/Voguing, House Dance und Gnawa bis hin zu Vocal Empowerment – auf dem Programm. Abgerundet wurde die Tagung durch einen wunderbaren Community Abend: Beim Dance Clash trafen Tänzer*innen verschiedener Stilrichtungen aufeinander, gefolgt von einer feurigen Performance der Gruppe Cumbia Pasión y Vida mit „Cumbia: De las raíces a la rueda“. Abgerundet wurde der Abend durch ein ausgelassenes DJ-Set von Frente Salsero und DJ Mikiness sowie eine offene Live-Jam-Session, die den Raum für gemeinsames Musizieren, Tanzen und Beisammensein öffnete. Ein inspirierender Rahmen für gemeinsame Reflexion, vernetzenden Dialog und gelebte musikalische Praxis!
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wurde das Torburgfest 2026 zu einem großen musikalischen Fest für die ganze Familie. Rund 100 Bands, Ensembles und Projekte der Offenen Jazz Haus Schule präsentierten sich am Wochenende auf mehreren Bühnen rund um die Eigelsteintorburg – am Sonntag erstmals sogar auf vier Bühnen parallel, darunter auch im Jazzclub King Georg. Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeisterten gemeinsam mit ihren Dozierenden das Publikum mit großer Spielfreude und musikalischer Vielfalt. Moderiert wurde das Festival von Farin Marzban und Catalina Valencia. Bürgermeisterin Teresa de Bellis-Olinger begrüßte die Gäste mit einem Grußwort im Namen des Oberbürgermeisters sowie von Rat und Verwaltung der Stadt Köln. Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe einer Spende in Höhe von 11.000 Euro durch den Verein Zukunftsmusik e. V. Am Sonntagnachmittag lud zudem das Instrumentenkarussell Kinder und Erwachsene zum Ausprobieren verschiedener Instrumente ein.
Bericht zum Sommerfestival 2026 Rede von Bürgermeisterin Teresa de Bellis-Olinger
Das Jazzhaus Community Orchester spielte im Rahmen der Kundgebung zum "Internationalen Tag gegen Rassismus" am Hohenzollernring. Der Tag stand bundesweit in diesem Jahr unter dem Motto "100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus". KÖLN STELLT SICH QUER und ARSCH HUH hatten an diesem Tag zu einer Demonstration und Kundgebung aufgerufen. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen für gelebte Vielfalt, Menschenrechte, Demokratie, soziale Gerechtigkeit und die Freiheit der Kunst gesetzt. Das Jazzhaus Community Orchester eröffnete das Bühnenprogramm und spielte die Songs "Elefantenhaus", "Jazzhaus Rabatz" und "Polyrhythmisch AF".
Bei einem gemeinsamen Projekt der Offenen Jazz Haus Schule mit der OT Werkstattstraße und dem Jugendtreff der Alten Feuerwache arbeiteten acht junge Künstler*innen aus ganz Köln gemeinsam an einem Collab-Song zum Thema Widerstand. In acht Strophen rappen sie mit Haltung, um sich gemeinsam gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere menschenfeindliche Alltagserfahrungen zu positionieren. Die jungen Artists verbinden sich und zeigen: "Wir sind viele, keine Randnotiz. Das ist Zukunft. Das hier ist Peace." Bei mehreren Recording Sessions mit denKünstlern Amer Wakka, Jannis Prokisch und Nikita Grigoriev entstand der Song auf den Beat des Kölner Hip-Hop Socializers Mela Nero.
Der Höhepunkt des Winterfestivals 2025 fand am 3. Adventswochenende im Stadtgarten und im Loft statt.Von fetzigen Beats zu abstrakten Improvisationen, von YoungsterBands zu Erwachsenen-Ensembles, von Solist*innen bis zur Big Band und dem Jazzhaus Community Orchester, gespielt und gesungen. Im Stadtgarten traten die YoungsterBands und TeenBands auf. Mit dabei waren auch der Kinder- und Jugendchor, die JeKits-Kinder der Michael-Ende-Schule, einige Projektpräsentationen und ErwachsenenBands der Offenen Jazz Haus Schule. Beide Bühnen des Stadtgartens wurden parallel bespielt – sowohl der Konzertsaal als auch das JAKI. Im Loft präsentierten sich zeitgleich zahlreiche ErwachsenenBands, VocalGroups und Ensembles der Offenen Jazz Haus Schule.
Das inklusive Stadtteilorchester „Sounds of Buchheim“ spielte sein Winterkonzert im Don Bosco Club in Köln-Mülheim. Im Rahmen der Reihe „Müllem Concerts“, gefördert von der RheinEnergie-Stiftung Kultur, kooperierte das Orchester in diesem Jahr mit einer Band, die aus einem Songwriting- und Musikproduktionsworkshop im Hertzkammer-Studio unter der Leitung von Artur Schulz und Linus Bausen hervorgegangen ist. Zehn Ukrainische Jugendliche haben dort eigene Songs geschrieben und vor Ort produziert. Für die Live-Versionen besuchten sie das Orchester auf der gemeinsamen Probenfahrt und stellten ihre Songs vor – die so entstandene, energiegeladene Musik wurde erstmals am 07.12. im Don Bosco Club präsentiert.