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Community Music OJHS

Community Music an der Offenen Jazz Haus Schule

Die Offene Jazz Haus Schule ist seit den ersten Jahren ihres Bestehens ein Zentrum für improvisierte und populäre Musik in Köln und hat sich das Themenfeld der Community Music somit seit Beginn zu eigen gemacht.

Die künstlerisch-pädagogische Praxis der OJHS ist geprägt durch eine post-heroische und post-elitäre Haltung. Nach dem Verständnis der OJHS entsteht bedeutungsvolle Musik im Zusammenspiel und im gegenseitigen Austausch, somit aus der Verbindung von Menschen im Jetzt und Hier. Mit anderen Worten: sie kommt aus Gemeinschaften (Communities).

Der Offenen Jazz Haus Schule geht es bei all ihren Bestrebungen darum, eine künstlerische Praxis zu entwickeln, die soziale und kulturelle Unterschiede überwinden kann, die wahrnimmt, was im Moment im Raum ist, und die möglichst alle Beteiligten im kreativen Prozess mitnimmt. Darum wird der Begriff „Jazz“ in der Offenen Jazz Haus Schule auch nicht als eine Stilistik, sondern als innere Haltung betrachtet: selbstbestimmt und kreativ Musik gestalten, demokratisch und inklusiv. Ebendiese Offenheit vertritt sie in all ihren Formaten: in der Bandarbeit und bei Schulkooperationen, beim Musikmachen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit kleinen und mit großen Gruppen. Community Music spielt somit eine zentrale Rolle in der Gesamtkonzeption der Offenen Jazz Haus Schule.

Unsere Leitmotive - Wer wir sind und was wir machen

Weiterführende Informationen

Das Jazzhaus Community Orchester (JCO) ist eine Band, bei der es – wie der Name sagt – um die Feier des Zusammen geht. Bei der Zusammensetzung der Gruppe sind die Prinzipien "Vielfalt" und "Barrierefreiheit" Programm. Es spielen Musiker*innen im Alter von 10 bis 70 Jahren, mit und ohne Beeinträchtigungen, Laien und Profis, geleitet von Julian Bossert und Joscha Oetz.

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Das inklusive Stadtteilorchester namens „Sounds of Buchheim“ trifft sich jeden Montagabend im Gemeindesaal der katholischen Kirche St. Mauritius in Köln Buchheim und spielte im Projektjahr 2022 zwei Konzerte. Zu den Proben, aber auch den Konzerten, ist jede*r eingeladen, unabhängig von Vorkenntnissen, Alter, Geschlecht usw. Neben den Proben und Konzerten spielen bei „Sounds of Buchheim“ sogenannte Pop-Up-Jams eine wichtige Rolle: musikalische Formate im öffentlichen Raum, an denen Passant*innen in musikalische Interventionen verwickelt werden.

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Im „Offenen Musikraum“ und „Offenen Schlagzeugraum“ können Jugendliche mit und ohne Fluchterfahrung je einmal wöchentlich im Don Bosco Club in ergebnisoffenen und freien Jamsessions Instrumenten wie Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard spielen. Betreut werden jeden Dienstagabend bis zu 15 Kinder und Jugendliche von je zwei Musiker*innen der Offenen Jazz Haus Schule.

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Die Offene Jazz Haus Schule bringt sich ab Frühjahr 2020 in die Quartiersarbeit ein mit u. a. speziell auf die Bedürfnisse der Bocklemünder*innen zugeschnittenen Formaten, wie etwa einem offenen und niedrigschwellig verfügbaren Musikangebot in Form eines Offenen Ensembles und mehreren Pop-Up-Aktionen im ausgewiesenen Gebiet. Der Gedanke, gemeinsame künstlerische Projektarbeit als Community Music zu denken, liegt hier nahe. So können Straßenzüge, zentrale Plätze und Häuserzeilen in Bocklemünd von der Bevölkerung gemeinsam mit Musiker*innen der Offenen Jazz Haus Schule bespielt werden, ein offener Musikraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene oder ein kleines Stadtteilorchester entstehen. Hier entstanden auch innovative coronacompatible Community-Formate wie ein Schaufenster-Pop-Up, Mitmach-Aktionen auf Abstand und BalkonKonzerte.

Zum Projekt  Schaufenster-Pop-Up

Die OJHS hat sich seit den letzten Jahren immer wieder stark engagiert, Musik mit Geflüchteten zu machen und dabei besonders darauf geachtet, mithilfe des gemeinsamen Musizierens einen Begegnungsraum zwischen Geflüchteten und Kölner*innen zu ermöglichen. Bei dieser Arbeit hat die OJHS immer auf Community Music gesetzt. Ein Beispiel ist die Kooperation mit Himmel und Ääd: Ca. 30 aus der Ukraine geflüchtete Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren erhielten in den Sommerferien 2022 und 2023 die Möglichkeit, an einem niedrigschwelligen, inklusiven Musikangebot teilzunehmen und unter Anleitung von erfahrenen Musiker*innen Musikinstrumente auszuprobieren sowie in die musikalische Interaktion zu gehen.

Ferienmusik Himmel & Ääd

Jeden Monat treffen sich an der Offenen Jazz Haus Schule Musiker*innen, Pädagog*innen, Künstler*innen oder Hobbymusiker*innen, die Lust haben, sich mit dem Feld Community Music erstmals oder auch näher auseinander zu setzen. Impulse aus der Community Music sind vielseitig einsetzbar und können das eigene Tun, Spielen und Unterrichten bereichern. Beim Jour Fixe wird gejammt, es werden Konzepte ausprobiert und reflektiert, oder es wird einfach gemeinsam gesungen und sich über die lebendige Community Music Szene im Rheinland ausgetauscht.

Im Community Music Jour Fixe ergibt sich die Gelegenheit für Austausch, für das Entwickeln eigener Projektideen oder die Erprobung von Stücken und Methoden. Alle Teilnehmenden sind herzlich eingeladen, Elemente aus ihrer Praxis mit anderen zu teilen. Der Jour Fixe wird geleitet von Nick Klapproth, Community Musician und Dozent der Offenen Jazz Haus Schule. Regelmäßig übernehmen Gäste die Gestaltung des Jour Fixe. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen werden Ansätze aus der Community Music aufgegriffen. Dabei entsteht ein Raum für gemeinsame Musikpraxis.

Besonders zu erwähnen sind das Community Music Training mit Matt Robinson im Dezember 2022 und der Community Jam im KKT im Juni 2023.

Zum Community Music Jour Fixe  Rückblick: Community Jam im KKT

Die Jazzhaus Akademie bietet seit 2011 Community Music-Fortbildung für Multiplikator*innen an, u. a. mit den Dozent*innen Tim Steiner, Prof. Dr. Alicia de Banffy-Hall, Jean Paul Bourelly, Pete Moser, Juan David Garzón und Matt Robinson. Die Fortbildungen 2024 sind:

"Community Music als Praxis im Sozialraum" mit Nick Klapproth am 25.5.2024

"Community Music und Songmaking" mit Pete Moser am 9./10.11.2024

Die Offene Jazz Haus Schule und die Hochschule für Musik und Tanz Köln setzen ihre bereits seit vielen Jahren in den Bereichen Unterrichtspraxis, Fortbildungen und Praktika bestehende Kooperation fort. Schon beim ersten Kooperationsvertrag war das Ziel, den Studierenden der HfMT Köln einen praktischen Zugang zu den künstlerisch-pädagogischen Arbeitsweisen, zur Philosophie der kulturellen Bildung und zur Expertise im Bereich Jazz/Improvisation/Pop zu eröffnen, die die OJHS vertritt. Den Studierenden soll eine Einführung in ein breites Spektrum künstlerisch-pädagogischer Handlungsfelder ermöglicht werden. Die Kooperation dient somit vor allem der Professionalisierung der Studierenden in ihrer musikpädagogischen Tätigkeit und ihrer individuellen Profilbildung.

Zur Praxisgruppe

Seit 2023 ist die OJHS Mitglied im Community Music Netzwerk Deutschland und beteiligt sich dort in Gremien und Workshops bei der Weiterentwicklung von Formaten und Strukturen.

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Im Rahmen des Projekts »MusiKativ« – Zusammen Musik machen fand am Samstag, 29. Januar 2022 in der TH Köln der erste Praxistag „Community Music“ statt. Unter der Überschrift „Spielräume zwischen Musikkulturen, Interpretation und freier Gestaltung“ wurden mögliche Ansätze für die Community Music-Arbeit aufgezeigt. Gleichzeitig hatte der Praxistag das Ziel, Austausch von Akteur*innen untereinander zu fördern.

Rückblick zum Praxistag  Wissenschaftliche Dokumentation zum Praxistag  Interviews zum Praxistag  Zum MusiKativ-Projekt

Musikinteressierte jeden Alters entwickelten im Zeitraum von Ende April bis Anfang Juni 2022 gemeinsam ein musikalisches Bühnenprogramm. Mit oder ohne musikalische Vorerfahrungen sollte eine nachhaltigkeitsorientierte Performance entstehen. Die Musiker*innen des Community-MusicOrchesters traten gemeinsam im Juni 2022 auf der Open-Air-Bühne des Bürgerhauses Kalk auf. Das Konzert fand im Rahmen des Projekts „MusiKativ“ statt, ein gemeinsames Projekt der Kölner Philharmonie mit der Offenen Jazz Haus Schule.

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Eine interessante Gelegenheit zum Musizieren war das Spontan-Orchester unter Leitung von Martin Fonse, welches unter Beteiligung von Teilnehmer*innen und Dozierenden der OJHS die Komposition „Paradoxy:Urban“ auf dem Ebertplatz aufführte. Am Projekt nahmen etwa 70 Profimusiker*innen und Amateur*innen teil.

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Kontakt

Martin Theile

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(0221) 130 565 - 22

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